Erste Ausstellung 2026 – Herbert Liebigs bewegtes Künstlerleben

Am 16. Januar eröffneten wir mit einer Vernissage die erste Ausstellung des Jahres 2026 im KunstSCHAUfenster mit Radierungen, Drucken und Karikaturen eines außergewöhnlichen Künstlers, Herbert Liebig, der von 1909 bis 1976 lebte. Die Neugier war groß, der Zuspruch riesig, die Sitzmöglichkeiten im NetzWERK bis auf den letzten Platz belegt. Und das, obwohl die meisten der Besucher den Namen des Künstlers Herbert Liebig, der sich selbst und den seine Freunde nur „Justus“ nannten, wohl noch nie gehört hatten. Das Senziger KunstSCHAUfenster ist mittlerweile eine Institution geworden.

Wer war also dieser Herbert „Justus“ Liebig, an den sich seine Angehörigen und Zeitgenossen als einen talentierten, hilfsbereiten Menschenfreund mit einem ganz besonderen Witz und Humor erinnern?

Seine Biografie ist bewegend und sehr beeindruckend. In seinen frühen Jahren lebte er in Berlin, erlernte den Beruf eines Möbeltischlers, studierte Werbung/ Grafik an der Kunstschule für angewandte Kunst in Berlin- Charlottenburg und arbeitete als Grafiker in einem Atelier. Bereits 1934 lernte er seine Frau Edith kennen, die jüdischer Herkunft war. 1941 kam ihre gemeinsame Tochter Marion zur Welt. Frau und Tochter fanden Unterschlupf in Linde bei Löwenberg und überlebten mit Hilfe die Nazizeit (Tochter Marion über ihre Mutter: https://loewenhardtfoundation.org/de/neubaeuerin-edith-liebig-loewenhardt/) Herbert Liebig landete als Gegner der Nationalsozialisten im Gefängnis und sollte an der Ostfront verheizt werden, kam in sowjetische Kriegsgefangenschaft und wurde 1946 entlassen. Edith und Herbert Liebig heirateten 1947. In diesem Jahr wurde auch Sohn Peter Max Georg geboren. Sie lebten vorerst in Linde und zogen 1953 nach Niederlehme. Herbert Liebig arbeitete im Amt für Literatur und Verlagswesen im Ministerium für Kultur und setzte sich für eine progressive und undogmatische Kulturpolitik ein. Er pflegte Freundschaften zu vielen bildenden Künstlern.

Herbert Liebig blieb Zeit seines Lebens Künstler, Handwerker und Tüftler. So brachte er sich die Technik der Kaltnadel- Radierung selbst bei. Für den Druck baute er sich eine Presse aus einer alten Heißmangel.

Für unser KunstSCHAUfenster eine Auswahl aus dem umfangreichen Werk des Künstlers zu treffen, das meist noch nie öffentlich gezeigt wurde und in vielen Mappen im Nachlass der Angehörigen schlummerte, war nicht ganz einfach. Für die Senziger Ausstellung wählten wir verschiedene Inhalte aus der Zeit von 1945 bis 1976, die das breitgefächerte Wirken Liebigs repräsentieren. So war eine kleine Auswahl an Werken zu sehen, in denen er seine Haftzeit in Berlin-Moabit verarbeitete. Es werden seine legendären künstlerisch gestalteten Glückwunschkarten gezeigt, den überwiegenden Raum nehmen jedoch seine vielen satirischen Einlassungen zur Zeitgeschichte ein, die sich zwar manchmal erst auf den zweiten Blick erschließen, die die Vernissage Besucher dann schmunzeln und auch lauthals lachen ließen.

Herbert Liebig hinterließ auch einige witzige Tondokumente, von denen wir uns zur Belustigung der Besucher für die „Haustürgespräche“ entschieden.

Unser Dank gilt den Angehörigen von „Justus“, insbesondere Sabine Teichmann und ihrer Schwester Susanne als Enkelinnen, dass sie ihre Mappen geöffnet und ihre Erinnerungen einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt haben. Und dies nicht nur für diese Ausstellung, denn sie geben den Besuchern die Möglichkeit, einen echten Druck von Herbert „Justus“ Liebig mit nach Hause zu nehmen, wovon bei der Vernissage reichlich Gebrauch gemacht wurde.

Die Ausstellung ist noch bis zum 27.Februar im NetzWERK zu sehen.

Text: Burkhard Minack

Vernissage: Ulrike Koch präsentiert „Kalenderblätter“

Vom 14. November bis zum 19. Dezember 2025 zeigt Ulrike Koch ihre Arbeiten in der Ausstellung „Kalenderblätter“. Die Eröffnung fand am Freitag, den 14. November, im Netzwerk Senzig statt. Horst W. König würdigte in seiner Laudatio besonders die Vielfalt der Motive und künstlerischen Techniken der Künstlerin.

Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, Ulrike Koch persönlich kennenzulernen und mit ihr ins Gespräch zu kommen. Ein Höhepunkt des Abends war ein Interview, das Hella Meyer-König mit der Künstlerin führte. Darin berichtete Ulrike Koch über ihre Anfänge und ihren künstlerischen Werdegang im Malen und Zeichnen.

Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Franziska Neuhauß, die auf der Querflöte feinfühlig ausgewählte Stücke der europäischen Spätromantik interpretierte. Die Musik inspirierte die Besucher zu lebhaften Diskussionen über die ausgestellten Werke.

Text: Hella König

Vernissage im KunstSCHAUfenster: „Zwischen Himmel und Erde“

Am 19. September war es endlich soweit: Im NetzWERK eröffneten wir eine neue Ausstellung im KunstSCHAUfenster – diesmal mit Malereien des außergewöhnlichen Künstlers Gunnar Schulz.

Was lange währt, wird manchmal richtig gut. Schon seit Jahren war Gunnar immer wieder als interessierter Besucher bei uns im NetzWerk zu Gast, um in der Bibliothek zu stöbern oder sich Bücher auszuleihen. Irgendwann kam dann bei den Vorbereitungen zu einer der mittlerweile traditionellen KunstSCHAUfenster-Ausstellungen das Thema auf seine eigene künstlerische Tätigkeit. „Ich male ja auch …“, sagte er fast nebenbei.

Aus diesem beiläufigen Satz entwickelte sich nach vielen Gesprächen mit Sabine, Eugen und mir schließlich eine konkrete Idee. Leicht war die Auswahl nicht: Gunnar hat im Laufe der Zeit Tausende von Malereien geschaffen! Doch die Mühe hat sich gelohnt – die positiven Reaktionen am Eröffnungstag bestätigen uns, dass wir die richtige Auswahl getroffen haben.

Die Ausstellung trägt den Titel „Zwischen Himmel und Erde“ und zeigt heitere, farbenfrohe Arbeiten auf Papier, Holz, Leinwand und sogar auf Markisenstoff. Nach zahlreichen Präsentationen in Berlin, Rostock und Stade sind die Werke des Wahlsenzigers nun erstmals auch bei uns in Senzig zu sehen.

Wir laden alle Kunstinteressierten herzlich ein, diese besondere Schau zu besuchen.
Die Ausstellung ist noch bis Ende Oktober im NetzWERK zu erleben.

Text: Burkhard Minack

Ausstellungseröffnung “DEMENSCH” im NetzWERK

Am 04. Juli 2025 wurde in den Räumen des Netzwerk Senzig feierlich die Ausstellung “DEMENSCH” eröffnet – mit einem gelungenen Rahmenprogramm und vielen interessierten Besucherinnen und Besuchern.

Ein großer Dank geht an Familie Minack, die uns tatkräftig bei der Installation der Ausstellung unterstützt hat. Für den inhaltlichen Auftakt sorgten Frau Baselau von der Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg sowie Markus Lange, Mitglied des Ortsbeirats Senzig. Beide fanden einfühlsame und zugleich informative Worte zum Thema Demenz.

Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt: Annemarie B. verwöhnte uns mit köstlichen Schnittchen, während Helga D. gemeinsam mit Sabine M. die Bar betreute.

Es entwickelten sich viele gute und persönliche Gespräche zum Thema Demenz. Besonders erfreulich war das offene Interesse von Herrn Lange und seiner Frau, die sich sehr zugänglich und engagiert zeigten.

Insgesamt empfanden wir die Veranstaltung als rundum gelungen. Die Ausstellung “DEMENSCH” kann noch bis zum 15. August 2025 im Netzwerk Senzig besucht werden. Ergänzend zur Ausstellung liegen im Netzwerk verschiedene Broschüren und Informationsmaterialien rund um das Thema Demenz zur Mitnahme bereit.

„Geistig fit bleiben – mit 10 Maßnahmen Demenz vorbeugen“

An dieser Stelle weisen wir auch auf den zur Ausstellung gehörigen Informationsabend mit Frau Baselau von der Alzheimer-Gesellschaft hin.

DATUM Montag, 18. August 2025
UHRZEIT 16:30–18:00 Uhr
ORT NetzWERK

Wir freuen uns über alle, die sich informieren oder austauschen möchten!

Ein Beitrag von
Magdalena Schneider & Helga Dorendorf

Einladung zur Vernissage von Heinz Böhm

Ab Freitag dürfen Sie die Werke von Heinz Böhm im KunstSCHAUfenster bestaunen.

Der Maler und Grafiker Heinz Böhm (1907-1988) zog aufgrund der Luftangriffe auf Berlin während des 2. Weltkrieges nach Königs-Wusterhausen. Hier entstanden einige sehenswerte Aquarelle, die den Mittelpunkt unsere Ausstellung bilden. Später war er auch Chefzeichner im DEFA Studio für populärwissenschaftliche Filme und verdiente seinen Lebensunterhalt ab 1962 als freischaffender Maler und Grafiker in Potsdam.

Böhms farbbetontes Hauptwerk umfasst Stillleben, Landschaften und figürliche Kompositionen in verschiedenen Techniken wie Öl, Tempera, Gouache und Aquarell aber auch architekturbezogene Arbeiten. Inspiration für sein künstlerisches Werk war ihm neben seiner Familie hauptsächlich die märkische Landschaft. Für sein Wandbild „August Bebel im Reichstag 1905“ wurde Heinz Böhm 1974 mit dem Theodor-Fontane-Preis für Kunst und Literatur ausgezeichnet. 1987 wurde ihm vom Verband Bildener Künstler der DDR die Hans-Grundig-Medaille verliehen.

(Quelle: http://heinz-boehm.de)

Wer die Kunst einmal anders erleben möchte ist herzlich zur Eröffnung der Ausstellung am 14.06.2024, 18 Uhr im NetzWERK eingeladen. Es bietet sich nicht nur die Gelegenheit die Werke von Heinz Böhm zu betrachten und zu bestaunen, sondern auch das Erlebnis, in geselliger Runde mehr über den Künstler und seine Gedanken zu erfahren. Taucht gemeinsam mit uns in die Welt eines weiteren Künstlers, dessen Leben auch in Königs Wusterhausen stattgefunden hat und einen Teil zur hiesigen Kunstszene beigetragen hat.

Die Vernissage ist kostenlos und für alle offen.

Die Kunstwerke von Heinz Böhm können darüber hinaus in der Zeit vom 

14.Juni – 26.Juli 2024

im KunstSCHAUfenster im NetzWERK betrachtet werden.

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Außergewöhnliche Perspektiven im KunstSCHAUfenster

Sven Kocar ist ein junger Buchautor, Fotokünstler und Wahl- Senziger, der mit einer Lesung aus seinem ersten Buch „Vorurteile in Lach- Haft“ am 27.April die Ausstellung seiner Fotos eröffnete.

Die Ausstellung von Fotos des Fußwerkers Sven Kocar können noch bis zum 8. Juni im NetzWERK bewundert werden.

Seine sehr persönlichen Geschichten schildern seinen Alltag im Rollstuhl, wenn er sehr mobil und selbstständig mit Fotoapparat und Notebook unterwegs ist und sich oft gut gemeinte Hilfsangebote der Mitmenschen zu teils skurrilen und unangenehmen  Mißverständnissen auswachsen.

Zum Beispiel: um das zu tun, was wir mit den Händen tun, nämlich zu fotografieren, zu schreiben, zu kommunizieren, zu arbeiten, liegen beim Fußwerker Sven Kocar schon mal Schuhe, Kamera oder Notebook auf der Erde. Das sorgt von Fall zu Fall für Verwirrung. Helfen würde schon, einfach mal nachzufragen und nicht über den Kopf des Anderen hinweg für ihn zu entscheiden.

„Den Zuhörern im Netzwerk verschaffte Sven Kocar an diesem Abend auf sehr angenehme, auch humorvolle Art einige Aha-Effekte und eine völlig neue Perspektive.“

Nach seinem Abitur erlernte er den Beruf eines Mediengestalters für Digital und Print und arbeitet heute als selbstständiger Fotograf und Autor sowie als Berater für Inklusion.

Den Zuhörern im Netzwerk verschaffte Sven Kocar an diesem Abend auf sehr angenehme, auch humorvolle Art einige Aha-Effekte und eine völlig neue Perspektive. Die Vernissage mit seiner rund 2-stündigen Lesung im Netzwerk für Senzig war ein voller Erfolg. Ein rundum gelungener Abend mit vielen guten Gesprächen.

Wer mag, kann auch auf dem Youtube-Kanal von Sven Kocar vorbeischauen und ein paar Likes da lassen (externer Inhalt).

Wer mehr Interesse am Thema Fußfotografie gewonnen hat, kann auf der Homepage von Sven Kocar weitere Informationen finden. 

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Farbenfeuerwerk im NetzWERK:  Bilder von Daniela Pannwitz

Mit Frühlingsanfang zog auch ins NetzWERK wieder Farbe ein. Die Senzigerin Daniela Pannwitz stellte im März im KunstSCHAUfenster erstmals ihre in Acryl gemalten Bilder aus: Ein Feuerwerk in leuchtenden Farben. „Ja, ich bin ein Fan von bunt“, sagt die  Hobbymalerin. „Ich möchte Leichtigkeit und Schönheit vermitteln, Leben reinbringen in die heutige Zeit, die oft so düster ist.“ Die Leute sollen sich an ihren Bildern erfreuen, wünscht sie sich. 

„Eigentlich habe ich schon als Kind gemalt“, erzählt die 50-Jährige. Nach langer Pause kam dann in der Corona-Zeit, als die selbstständige Friseurmeisterin nicht in ihrem Berliner Salon arbeiten konnte, die Freude am Malen wieder hoch. „Ich habe mir alles autodidaktisch angeeignet, aber auch in Berlin hin und wieder Malkurse besucht.“ Ihre Motive holt sie sich aus dem Leben, vor allem haben es ihr Menschen angetan, ihre Gesichter, ihre Augen. So ist es nicht verwunderlich, dass in der Ausstellung überwiegend fantasievoll gemalte Gesichter zu sehen waren. „Ich bin noch in der Findungsphase, zurzeit habe ich grad mit Spachteln angefangen, wer weiß, was noch entsteht.“ 

Der absolute Hingucker der Ausstellung war ein farbenprächtiger Elefant in den Maßen 1,20 Meter mal 1,00 Meter. „Das war ein Auftragswerk einer Dame, deren Familie in Afrika lebt. Daran habe ich 33 Stunden gearbeitet. Bei so einer Arbeit brauche ich, wie auch bei anderen Motiven, Zeit und Ruhe um mich reinzudenken und einen Plan zu entwickeln. Ohne Zeitdruck gelingt mir das.“ Als Atelier muss das Wohnzimmer der Familie dienen. Während Daniela Pannwitz mit dem Pinsel arbeitet, liest ihr Mann. Ihre Tochter ist zwar begeistert von den Bildern ihrer Mutter, malt aber selbst nicht.  

Zur Vernissage, die musikalisch vom Senziger Jens Kummer am Piano umrahmt wurde, hatten sich viele Neugierige aus dem Ort sowie Freunde und Bekannte eingefunden. In den kühlen, grauen und windigen Märznachmittag kam Farbe. 

pd/bd

7 Künstler*innen stellen aus

Am 7. und 8. Mai stellen im NetzWERK 7 Künstler*innen ihre Arbeiten aus: Sa 14 bis 19 Uhr und So 11 bis 18 Uhr.

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Neben der Präsentation im NetzWERK ist auch das Atelier von Violetta Vollmer geöffnet.

Einladung der Künstlerin:

Ich lade  herzlich zu meinem OFFENEN ATELIER ein!

Im Mittelpunkt stehen meine Arbeiten zu den beiden Themenbereichen:

– Kunst und Natur/7 Jahre in Brandenburg

und

– Lebenskunst: Zwischen Freiheit und Zwang / Retrospektive: 30 Jahre Künstlerin

Gemälde, Graphik, Tableaus, Installationen, Skulpturen, Foto- und Videokunst

 

Öffnungszeiten:

am 07.05.2022 von 11:00-19:00

am 08.05.2022 von 11:00-18:00

 

Erläuternde Führungen durchs Atelierhaus nach Anmeldung per e-Mail: volvio@web.de

Samstag: 13:00, 15:00 und 17:00

Sonntag: 12:00, 14:00 und 16:00

 

Violeta Vollmer

Heidestraße 42, 15712 Königs Wusterhausen

www.vivoart-design.de    +49 3375 5243078

 

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